… wir harren der Dinge und warten…

dass das Glück schon von alleine kommt. 

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Und dann beschweren wir uns, wenn es statt der Schokoladentorte nur die sauren Gurken gibt. 

Ein Ode an die Tatkraft. 

Wisst ihr, ich bin ja echt viel, zum Beispiel: Lustig (meistens), kreativ (manchmal), melodramatisch (immer), loyal (immerimmer), begabt (inselmäßig) und friedfertig (make love und so).

Aber dann wären da noch: lethargisch (gerne), abwartend (gute Dinge, nä?), hoffend (wird schon, Roger) und vertrauend (echt, der hat eine andere geküsst! ACH WAS! Du musst den verwechseln!.. hmmm, achso, ein  Bild sagst du?).

Und so handhabe ich das eigentlich in meinem gesamten Leben. Ich harre der Dinge und vertraue darauf, dass schon alles gut sein wird. Dann kommt es eben hier und da vor, dass ich anstatt der Kirsche nur den Kern abkriege. 

Dann gucke ich etwas belämmert aus der Wäsche und sehe all diejenigen, die sich fordernd das nahmen, was sie wollten – und halte dabei immernoch nur die doofe Gurke in der Hand.

Das ist doch so: viel zu oft zweifeln wir an uns selbst, unseren eigenen Fähigkeiten und manchmal sogar an unserem kompletten Selbstkonzept. 

Da wissen wir eigentlich nicht so recht, was wir überhaupt fordern dürfen, wo unserer eigener Selbstwert doch noch viel zu sehr von der Großzügigkeit anderer Menschen abhängt. Und weil viele Menschen gerade beim Geben eher Sparsamkeit als Großzügigeit walten lassen, drängt sich uns schnell der Gedanke auf, einfach nicht mehr „wert“ zu sein.

Dabei ist es doch gerade beim Selbstwert so, dass er vor allem durch genau eine Person bestimmt wird: durch dich selbst. Und manchmal muss „gut Ding zwar Weile“ haben – wenn die „Weile“ aber nur zu Untätigkeit führt, dann hilft dir auch der beste Selbstwert nichts.

Also, versteht mich richtig. Neben einer gehörigen Portion Selbstwert und Selbstliebe kommt noch der Faktor „Tatkraft“ hinzu, der die Schokoladentorte von der Gurke unterscheidet (und damit die aktuelle Situation von seinem Traum). DAS finde ich ziemlich schön zu wissen, denn: Tatkraft hängt nicht unmittelbar mit dem eigenen Selbstwert zusammen.

Tatkraft kann heißen, sich entgegen seiner Erwartungen und Befürchtungen trotzdem (und genau deshalb!) den Dingen zu stellen, die einen schon so lange verfolgen, für die man bisher aber irgendwie nie den Mut hatte, sie anzugehen.  Natürlich immer in dem Wissen, dass es zwar schief gehen KANN – aber ohne einen Versuch- mit Sicherheit auch schief gehen WIRD. 

Also, ein Beispiel:

Ihr wollt die super mega Stelle in einer der angesagtesten Agentur dieser Stadt. Euer Abschluss ist ziemlich mittelmäßig, die Erfahrung eher gering. Der Selbstwert eher so „och, ich bin doch noch so jung/so unerfahren/ so zweifelnd/ so alt  – und dann lasst ihr es einfach komplett bleiben. Harrt der Dinge in der Hoffnung, irgendwann kommt er schon, „dieser besondere“ Moment. Dieses „Klick“ und alles ist rund. Das mag schon sein – vielleicht kommt er irgendwann. Vielleicht kommt er auch nicht. Und vielleicht warten die Personaler auch gar nicht auf die „perfekte“ Bewerbung (die es sowieso nicht gibt) sondern auf eine echte Persönlichkeit mit Ecken und Kanten – ja, vielleicht warten die sogar auch EUCH.

Kennt ihr die Metapher: „Nach den Sternen greifen“? Wie wäre es, wenn man dieser Aussage einige kleine – aber bedeutungsvolle – Worte zufügt? „Ich hole mir schnell eine Leiter, dann „greife ich nach den Sternen“. 

Ich glaube, dass manche Dinge einfach angegangen werden wollen (und müssen). Ja, dass man den eigenen Träumen manchmal einfach einen kleinen „Schubs“ in die richtige Richtung geben muss.

Natürlich kann die Leiter dann umfallen!

Aber vielleicht liegt da – so unter der Leiter – plötzlich eine neue Chance, die man vorher vor lauter Sternen gar nicht wahrgenommen hat. Und vielleicht muss es auch gar nicht unbedingt ein Stern sein, den man unbedingt braucht, sondern ein Gänseblümchen tut es für den Moment eigentlich auch.

Aber das konnte man erst sehen als man sich zielsicher daran machte, seine eigenen Träume tatkräftig anzugehen. Vielleicht entwickeln sich dann aus anfänglichen Träumen auch ganz andere Lebenswege – die zwar keine Schokoladentorte sind – aber immerhin auch keine Gurke. Vielleicht ist es nur eine Packung Gummibärchen – aber Gummibärchen können manchmal auch ziemlich glücklich machen.

Und Glück steigert ja bekanntlich den Selbstwert. 

Und Selbstwert macht glücklich. 

Und glücklich sein ist schön. 

Und wisst ihr was?

Alles hat damit angefangen, dass man es angegangen ist. Unabhängig dessen was man meinte „wert“ zu sein oder leisten zu können. Unabhängig dessen was man sich selbst zutraute, erwartete oder befürchtete.

Ich glaube nicht, dass eine Ameise wirklich weiß, was sie da eigentlich macht. Aber trotzdem tut sie es: Tag für Tag, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde. Und am Ende ist es doch ein riesigengroßes Königreich, das da entsteht.

In diesem Sinne

Frauheute

Aus Liebe zum Leben.

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Ein Gedanke zu “… wir harren der Dinge und warten…

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